Die Vorzeichen, die definitive Interfinalrunden-Quali gegen die SG Stans/Altdorf klarzumachen, standen eher auf: Nope, wird nichts, denn wenn nachts vor dem Spiel noch zwischen den Trainern epische Dialoge ausgetauscht werden zwecks Kader ist das eher unüblich. Das Ergebnis: Krankheiten, Verletzungen und Doppelbelastungen musste Tribut gezollt werden und der Kader stand bei 8 boys in blue sowie einem Aushilfstrainer.
Um 07.30h gings dann los, auf die epische (das Wort gefällt) Anreise mit dem ÖV ins Schweizer Kernland. Die SG Stans/Altdorf musterte interessiert unsere Kadergrösse, was zu Grüppchenbildung bei Ihnen führt und vielleicht Hoffnung keimen lies. Gegen ihren ausgelösten Motivationsschub schusterten wir uns einen Matchplan zurecht. Unsere verwegene Idee: „Altherrenhandball à la carte! Die ersten 20 min einen Vorsprung erarbeiten und den dann mit gewolltem Müssiggang ins Ziel bringen.“
Das klappte auch sehr anständig und zur 20. Minute stand es 8:14 für uns. So weit, so gut, doch die ungewohnte Aufstellung forderte im weiteren Spielverlauf mehr Gegentore als uns lieb waren. Auch das sehr verständliche 60-minütige Anrennen der Innerschweizer forderte ihren Tribut. Sie kamen Tor für Tor näher. Wir waren aber im Stande immer wieder Impluskraftakte zu leisten und den Torabstand nicht zu klein werden zu lassen.
Sieben Minuten vor Schluss hatten sie uns aber fast und zum 32:33 verkürzt. In dem Moment hätte das Spiel auch kippen können, aber wir rafften uns nochmals auf und hatten die richtige Antwort parat. Bei 56:21 stand es nach der wichtigsten Parade des Spiels von Simon und einem weiteren Tor von Thiago 33:36 für uns, und der Lohn für die Mühen war nah. Unsere Kondition war leider aber ebenso dem Kollabieren nah und wir retteten uns hauchdünn mit 37:38 über die Ziellinie. Eine Minute mehr auf der Matchuhr und sie hätten uns gehabt…
– Rizzo

